toxic special

Der Toxic ist die Antwort auf Christoph Berners Frage nach einem kleinen Combo mit flexiblen Sounds, der sowohl die britisch rauhe
Ecke, als auch singendere Sounds liefern können sollte.

Christoph Berner spielt bei unter anderem bei Lizard:
http://christophberner-music.de
http://www.lizardonline.de

In einer reinen custom-Anfertigung ist dieser Amp entstanden, angefangen von den ersten Testaufbauten die mit Christoph abgestimmt wurden bis hin zum fertigen Combo.

Der Toxic ist mit zwei getrennten Kanälen aufgebaut, wobei im
2. Kanal mit unterschiedlichen Regelmöglichkeiten Einfluss sowohl
auf die Verzerrung (Gain, Comp) als auch auf die Klangformung
(Bite, Bass, Treble) genommen werden kann. Im ersten Kanal
dagegen gibt es lediglich einen Volulmeregler und einen shape-
Schalter, der eine Grundabstimmung erlaubt. Feinheiten können
mit dem Presence-Regler in der Master-Sektion angepasst werden,
so dass die Klangregelmöglichkeiten keinesfalls eingeschränkt sind.
Mit dem Shape-Schalter passt Christoph den Sound dann an die
jeweilig verwendete Gitarre an.

 

Vor dem Mastervolume liegt noch der röhrengetriebene Effektweg,
der sich bereits im Classic bewährt hat und über Send-Volume, Mix-Level und Return-Volume eingestellt werden kann.

Zusätzlich zum Mastervolume wollte Christoph noch einen weiteren Solo-Regler, mit dem er eine zweite Lautstärke einstellen kann.

Auf die Endstufensektion kann mit der Umschaltung zwischen
Halbleiter-Dioden und Gleichrichteröhre und der Sweet-/Punch-Schaltung Einfluss genommen werden. Der Sound kann hierdurch zwischen federnd weich und sehr straff variiert werden.

Um das durch den Celestion Vintage 30 Speaker, hochwertige
Trafos und das massive fingeverzahnte Edelholzgehäuse ordentliche Gewicht möglichst nicht weiter ansteigen zu lassen, ist der Toxic
auf einem eloxierten 2mm dicken Aluminiumchassis aufgebaut. Selbstverständlich sind alle Kanten verschweißt. Alu neigt, im Gegensatz zu gleich dickem V2A Edelstahl wie er im Classic verbaut
ist, zum Verziehen wenn die Kanten nicht mit Schweißnähten
stabilisiert werden. Andererseits bietet es den Vorteil, dass die Magnetfelder der Trafos vom Innenleben abgeschirmt werden.

Der Innenaufbau des Toxic ist nach dem Vorbild älterer Röhrenverstärker im P2P-Verfahren aufgebaut, bei dem sämtliche Bauteile soweit als möglich direkt miteinander oder mit den Röhrensockeln verbunden sind. Bei Bedarf werden noch einzelne Lötleisten als Stützpunkte verbaut.

Der Vorteil ist dabei ist, dass unnötige Leitungen weitestgehend vermieden werden um möglichst kurze Signalwege zu erreichen.
Dieses Aufbauverfahren ist jedoch im Gegensatz zum Aufbau auf Eyelett-Boards sehr aufwändig, da jedes Anschlussbeinchen eines Bauelements mit Silikonschlauch isoliert wird.

Stellt man den Toxic nun auf Röhrengleichrichtung, so hat man
einen sehr warmen Sound, der ohne jegliche Halbleiter (bis auf die Relaisgleichrichtung) auskommt. Der Toxic bietet dabei einen
Highgain-Sound, so dass Christoph im Regelfall das Gainpoti nie
mehr als die Hälfte aufzudrehen braucht. Wenn es denn aber mal
mehr sein soll, sind mehr als genügend Reserven vorhanden ...
Der erste Serienamp ist nun aufgebaut und entspricht bis auf wenige mechanische Änderungen dem Toxic Special.
Die Montage nahezu aller Teile erfolgt wie bei den Topteilen mit Edelstahlschrauben und Edelstahlelementen.
Auch das Logo ist aus dem selben Material und laserbeschriftet.
Der einzige Unterschied in der Schaltung ist, dass beim Serienamp die Effektloop aus den großen Topteilen verbaut ist und die Möglichkeit besteht einen Tuner-Out zu integrieren.
Der Fußschalter ist mit einem 5Pin XLR Kabel mit dem Amp verbunden. Über ihn lassen sich der Kanal, Effektweg und die Mutefunktion anwählen.