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nighthawk



Am Anfang stand die Idee. Die Idee eines einfachen Amps. Eines Einkanalers, der aber dennoch die Möglichkeit verschiedener Gainabstimmungen hat. Und dann noch ein bischen clean dazu ...

So macht der Nighthawk den Spagat zwischen den klassischen einkanaligen Non Master Volume Verstärkern aus Britannien und den High-Gain Anorderungen moderner Musikstile. 

Ehrlich und direkt sollte er werden, die Ideen des Classic aufnehmen und fortführen, dabei aber auf noch weniger Bauteile setzen und die Signalwege noch kürzer halten. So hat der Nighthawk auch nur eine Klangregelung bekommen.

Der erste Kanal orientiert sich an den Non Master Volume Schaltungen und verzichtet daher auch konsequenterweise  auf ein Channelvolume. Beim Runterreglen wird dabei der Sound etwas dünner, nach oben etwas dicker. Das ganze findet jedoch nur in der ersten Hälte des Regelwegs statt, darüber ist der Sound schön dicht. Wer es dann noch heller mag kann durch Ziehen des Potis noch mehr Höhen herauskitzeln.


Der zweite Kanal entfernt sich deutlicher von den klassischen 800er Tunings, inspiriert wurde ich eher vom Plexikanal des Classic wenn er mit dem Booster voll angeblasen wird, also in Summe komplexer, dichter und wärmer als der eher etwas dünnere klassische 800er.

Durch die verwendeten Sozo Premium Caps kommt auch ein schöner Vintage-angehauchter rauchiger Sound hinzu, sofern man das bei dem Gain, den der Kanal hat, noch sagen kann oder möchte.

Im dritten Kanal habe ich jedoch wieder auf die TAD Mustards gesetzt, da diese das Quäntchen mehr Stabilität im Bass bei High Gain brachten
.


Dieser wird im Vergleich zum zweiten dann nochmals nachgefeuert um einen eher singenden Leadsound zu bekommen. Es ist also keine getrennte Kanalführung wie im Classic, sondern im Prinzip ein NMV-Konstrukt mit Booststufen davor und danach. Und wer mehr Gain möchte kann durch Ziehen des Volumereglers noch eine Schippe nachlegen.

Der Nighthawk ist genauso wie der Classic auf einem 2mm dicken Edelstahlchassis aufgebaut, alle mechanischen Teile sind dabei  mit Edelstahlschrauben befestigt. Die Frontplatten sind aus ebenfalls 2mm dicken schwarz eloxierten und gefrästen Aluminiumplatten hergestellt. Die massiven Eyeletboards sind sogar aus 3mm dickem FR4 um auch dem härtesten Touralltag Rechnung zu tragen.

Bei den Bauelementen habe ich auf das gesetzt, was sich schon beim Classic bewährt hat: 2W Beyschlag Widerstände, geschirmte Panasonic Signalrelais, TAD Mustard Replikas, handgewickelte Sozo Premium Caps, überdimensionierte Ultrafast Dioden, Alpha Potentiometer und niederkapazitive temperaturfeste Teflon-Leitungen. Die Trafos werden ebenfalls von Hand im Schwarzwald bei der IG Präzisions-Wickeltechnik gewickelt.

Dass zur Nebengeräuschvermeidung relevante Röhren gleichspannungsbeheizt und die Relaisspannung geregelt ist, versteht sich hier fast von selbst. Denn nur so kann sich der Amp auch bei viel Gain auf die volle Tonentfaltung konzentrieren, ohne dass Schmutzeffekte in das Gitarrensignal einstreuen. An relevanten Stellen habe ich Sozo Premium Caps aus den USA verbaut, die noch einen schönen Vintage-Rauch mitbringen, genauso wie Kohlepress-Widerstände, die dies nochmals unterstützen ohne die notwendige Präzision vermissen zu lassen.

Mit dem Ziehen des Depth-Reglers kann die Gegenkopplung der Endstufe angepasst werden um so zwischen einem weichen, wärmeren Ton und einem direkten, aggressiveren Sound zu wählen.

Da der Nighthawk als reine Soundmaschine ohne Schnickschnack konzipiert ist, habe ich konsequenterweise auf alles verzichtet, was nicht unbedingt sein muss.

Für diejenigen, die dennoch die aus dem Classic bekannten Funktionen nutzen möchten, kann optional ein Effektweg und die Endstufenumschaltung integriert werden.

Der röhrengetriebene Effektweg ist absolut klangneutral und kann in Send, Return und Mix geregelt werden. So ist jede Abstufung zwischen seriell und parallel einstellbar.

Bei der Endstufenschaltung kann geschaltet werden zwischen:
- Pentode/Triode
- Full/Half, von 4 auf 2 Röhren wechselbar
- Sweet/Punch zum Wechsel von Class AB auf auf Kathodenbias
  Pseudo Class A

Neu hinzugekommen sind die Optionen 2 Mastervolumes und ein fußschalterbarer Boost im dritten Kanal.

Ebenso neu ist eine optionale Direktanwahl der drei Kanäle über den Fußschalter, wie sie auch im Mustang umgesetzt ist.
Dies ergibt mit einem 6-fach Fußschalter folgende Schaltmöglichkeiten:

Taste 1: Kanal 1
Taste 2: Kanal 2
Taste 3: Kanal 3
Taste 4: Effektweg
Taste 5: Boost Kanal 3
Taste 6: Masterumschaltung

Alternativ lässt sich anstatt einer der Optionen auch die Mutefunktion auf eine Taste legen.