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Der Mustang ist das neue Flagschiff und der Nachfolger des Classic. Mit ihm habe ich alle Erfahrungen und Ideen der letzten Jahre kompromisslos umgesetzt. Alleine die Entwicklungszeit zog sich über fast ein Jahr hin.

Der Mustang bietet mit seinen dreieinhalb Kanälen eine unheimlich breite Soundpalette an. Von perligem Clean über weich angezerrte Sounds, Crunch, klassische Rocksounds bis hin zum Highgain-Gewitter deckt der Mustang auf Knopfdruck alles ab. Über je zwei Miniswitches je Kanal lassen diese sich noch individuell abstimmen.

Die Bedienung ist im Vergleich zum Classic einfacher geworden und wie bereits beim Classic setze ich auf so wenig Bauteile wie möglich. Um ohne viele Relais-Umschaltungen diese Vielfalt an Klängen zu ermöglichen gibt es eine je Kanal getrennte Signalführung. Dies ermöglicht zusammen mit den selektierten Bauteilen den optimalen Sound.


Kanal 1

Der erste Kanal hat seine Wurzeln wieder im Bereich der britischen Non-Master-Volume-Amps und bietet mit der More-Gain-Regelung eine Bandbreite von Clean bis zum satten und dicken Rocksound.

Klang-Varianten
links:
bright on/off für einen hellen klaren Cleansound
rechts: warm/normal/brown

Im warm-Modus wird der Sound angedickt was sich sehr gut für singende Sounds mit einer Strat eignet. Im brown-Modus gibt es nochmals einen Nachschlag der ein Portion erdigen Crunch hinzufügt.

Wenn dies noch nicht genug ist kann mit der More-Regelung die zweite Stufe gezündet werden. Der Gain-Regler des Kanals bleibt dabei aktiv, mit dem More-Regler lässt sich jedoch ein weiteres Gain-Level einstellen. Bei Linksanschlag ist der Gain-Zuwachs beinahe Null und nimmt kontinuerlich zu. Sind More- und Gain-Regler beide voll offen steht ein sehr warmer Rocksound zur Verfügung, der früher schon als Highgain hätte durchgehen können.

 


Kanal 2

Der zweite Kanal basiert weitestgehend auf den Ideen des Classic, ist aber durch den Umstieg von auf Sozo Premium-Caps offener geworden. Hierdurch konnte ich sogar die Anzahl der am Sound beteiligten Komponenten reduzieren was diesem letztendlich wieder zugute kam.

Der Grundsound basiert auf den ersten Master-Volume Amps, bietet jedoch etwas mehr Gain und einen eleganteren Klang, der sich dennoch die Durchsetzungsfähigkeit bewahrt. Der Sound kommt sehr impulstreu, direkt und dennoch unheimlich dick aus dem Speaker.

Klang-Varianten
links: sweet_boost on/off
rechts: highmid/lowmid/britmid

Der sweet_boost-Schalter biete die Möglichkeit den Sound etwas anzudicken bzw. leicht zu komprimieren. Der Amp stellt in diesem Modus etwas mehr Gain zur Verfügung.

Ein Absenken des Mittenspektrums ermöglich der zweite Schalter genauso wie ein Herauskitzeln des typischen JCM-Sounds durch Aktivieren der britmid-Stufe. Durch einen anderen Schaltungsaufbau ergibt sich ein mittenbetonter Sound, der jedoch auf das oftmals typische Fizzeln in den Höhen verzichtet.

Das Spektrum der möglichen Sounds ist alleine in diesem Kanal unheimlich breit. Durch ein Zurückdrehen von Gain in Verbindung mit dem lowmid-Modus lassen sich auch Sounds des ersten Kanals erreichen und weiterentwickeln.

Kanal 3

Der dritte Kanal ist letzendlich meine ganz persönliche Interpretation eines trockenen attackreichen Highgain-Sounds. Selbst Doublestops auf Drop-C Gitarren werden exakt wiedergegeben, klanglich führt er den zweiten Kanal fort.

Auch in diesem Kanal ist die Bauteileauswahl genau auf das jeweilge Einsatzgebiet abgestimmt. Eine Bestückung rein mit Sozos würde hier nicht zum Ziel führen, erst der Mix aus zwei verschiedenen Typen an unterschiedlichen Positionen führt zu diesem aggressiven und dennoch warmen Ton der niemals zu Highgain-Fizzeln führt.

Klang-Varianten
links: sweet_boost on/off
rechts: highmid/lowmid/moremid

Durch die Kombination von sweet_boost und dem moremid-Modus lässt sich der Sound in die amerikanische Richtung verändern. Nimmt man die Höhen zurück und dickt die Mitten etwas an kann mit einer LesPaul in der Halsposition fast schon Tropetenartige Klänge erreichen.

Andererseits sind brutale Heavy-Riffs im lowmid-Modus mit sweet_boost off ebenfalls kein Problem.



Der röhrengetriebene Effektweg ist absolut klangneutral und kann in Send, Return und Mix geregelt werden. So ist jede Abstufung zwischen seriell und parallel einstellbar. Wird er nicht benötigt kann er mit einem Tritt auf den Fußschalter komplett aus dem Signalweg entfernt werden. Dies ermöglicht auch anderweitige Einsatzgebiete wie ein zweites Mastervolume/Soloboost.

Bei der Endstufenschaltung habe ich aus dem Classic übernommen. Durch Aktivieren aller drei Modi kann die Clean-Leistung von 100W auf ca. 10W zurückgenommen werden. Die maximal zur Verfügung stehende Musikleistung liegt bei voll aufgedrehtem Mastervolume bei ca. 180W.

Klang-Varianten:

- Pentode/Triode
- Full/Half, von 4 auf 2 Röhren wechselbar
- Sweet/Punch zum Wechsel von Class AB auf auf Kathodenbias
  Pseudo Class A

Mit dem Fußschalter sind alle vier Grundsounds direkt abruf- sowie der Effektweg und die Mutefunktion schaltbar. Die Verbindung zum Amp ist mit einem siebenpoligen verriegelbaren Metallstecker ausgeführt. Es kann jedoch jederzeit ein Midiswitcher mit potentialfreien Schaltausgängen zur Kanalwahl angeschlossen werden da die Logik für die Kanaltaster im Fußschalter verbaut ist. Mit einem herkömmlichen vierfach-Switcher lassen sich alle 3,5 Kanäle sowie der Effektweg schalten.

Der Mustang ist wie alle meine Topteile auf einem Chassis aus 2mm dickem Edelstahl V2A aufgebaut. Zur Befestigung der Anbauteile setze ich ebenfalls ausnahmslos Edelstahlschrauben ein. Selbst die kleinen M2-Inbusschrauben an den wasserstrahlgeschnittenen Edelstahllogos sind aus diesem Material gefertigt.

Die Frontplatten bestehen nun zum ersten Mal ebenfalls aus gebürstetem Edelstahl das mit einem Laser beschriftet wurde. Die verzinkten Trafokappen bekommen zusätzlich noch eine weiße Pulverbeschichtung.

Metallfilmwiderstände, geschirmte Signalrelais Mustard-Replika-Caps, niederkapazitive geschirmte Teflonleitungen und mindestens 2,4mm dicke FR4-Boards sind der Standard bei allen meinen Amps. Da ist es fast schon logisch, dass die Trafos wieder handgewickelte Replikas der alten Vorbilder sind. Seit neuestem sind Mustang und Nighthawk nun auf PEBs (Printed Eyelet Boards) aufgebaut. Dies vereint das Beste aus zwei Welten. Der Signalweg ist weiterhin für möglichst kurze Signalwege in P2P ausgeführt, die Relais-Steuerleitungen können nun jedoch als Leiterbahnen auf den Boards ausgeführt werden. Dies erhöht nochmals die Stabilität des Amps./FONT>

Im Lieferumfang enthalten ist ein 2m langes hochflexibles Stromkabel mit 3 x 2,5mm³ Litzen. Dies kitzelt bei einer ordentlichen Hausverkabelung nochmals einen wärmeren Sound heraus.

Optional kann der Mustang mit einer Plexiglasfront versehen werden, bei der die Logos ebenfalls in einer vertieften Nut montiert sind.

Wer mehr über die technischen Details erfahren möchte kann hier die Aufbaudokumentation zum Mustang nachlesen:

Dokumentation zum Mustang

Erstmals gibt es beim Mustang die Möglichkeit einen Glasboden im Headshell zu verbauen. Es wäre ja auch zu schade, wenn man das schöne Innenleben nicht sehen könnte.

Hierbei wird eine massive 6mm Acrylglasplatte durch einen 2mm dicken Edelstahlrahmen mit zehn Schrauben fixiert. Sollte der Bedarf bestehen den Verstärker auf einen anderen Verstärker zu stellen der nach oben streut, so kann ein der Glasboden ausgetauscht werden gegen einen, der die Schirmung über dem Board aufrecht erhält.

Die Glasplatte wird mit einem Schaumstoffband verklemmt, so dass sie in jeder Lage fest fixiert ist.

Diese Option ist bei allen Heads umsetzbar, auf Wunsch auch gerne mit getönten Glasplatten.

Soundclips und Videos:

Bei einem Ampfest ist dieser Videoclip vom Mustang entstanden:

Mustang Video

Olaf hat zwei weitere Videos vom Mustang aufgenommen:

Kanal 1/+more

Kanal 2/3

Lasse Lammert / LSD Tonstudio hat einen Your Brand new Attitude von Rarefaction mit dem Mustang aufgenommen. Ziel war es einen bösen scooped Sound mit Gitarren in Bb mit dem Mustang einzufangen.

Mustang metal clip - hohe Qualität

Das Video ist zusätzlich hinterlegt mit Bildern vom Aufbau.

Mustang metal clip

Ein weiterer Clip von Lasse mit einem gesättigteren Sound.

Mustang clip

Diese Seite zeigt einen Mustang mit den Optionen Sonderausführung Tolex, Glasboden und alternativem Logo.